Museumsbestand 4/2022 (klicken Sie auf Liste)

Albert Einstein: "Zeit ist das, was man an der Uhr abliest."

MEZ
mitteleuropäische Zeit

S & H
Siemens und Halske
frühe Mutteruhr
Erste Hälfte 20 Jh.

Präzisionsuhr mit Graham-Anker und Kompensationspendel
elektr. Gewichteaufzug

MOZ
mittlere Ortszeit

T & N
Telefonbau & Normalzeit
letzte Ausführung im "Blechkasten"
um 1960

Graham-Gang
elektr. Aufzug
teilkompensiertes Pendel

bis Mitte 80er-Jahre bei Opel-Herr, Freiamt, als Werkstattuhr genutzt

WOZ
wahre Ortszeit

Matthias Bäuerle St.Georgen/Schw.
PEERLES (Markenname)

Graham-Gang Gewichtsaufzug
3/4-Std.-Holzstabpendel
großes Signalrad für elektr. Aufzug

letzter Nutzer ein VEB (Volkseigener Betrieb/DDR)

SZ
Sommerzeit

SZ = MEZ + 1 Std.)

Ganz so einfach ist es dann doch nicht mit der Zeit, die unsere Uhren anzeigen, denn auch ein Sonnentag dauert im Jahr keinesfalls immer 24 Stunden.
Also haben wir eine übers Jahr gemittelte Zeit und zudem die von Görlitz (15° östlich). Das ist die mitteleuropäische Zeit (MEZ).
Ein halbes Jahr lang verdanken wir der Sommerzeit (SZ) verlängerte Abende: 
SZ = MEZ + 1Std.

Unser Museum befindet sich aber westlich (7°52´55.812´´) und so liegt die mittlere Ortszeit (MOZ) etwa eine halbe Stunde zurück. MOZ (7°52´) = MEZ minus 31 Minuten.

Das ist aber noch nicht alles: Die wahre Ortszeit (WOZ), die Stunde der Sonnenuhr, kann sich davon bis zu +/- 14 Minuten unterscheiden! WOZ (7°50´) = MOZ + Zeitgleichung.

Zeitgleichung in Minuten, Ausschnitt für 2011 (erstes Jahr der Berechnung). Zusätzlich sind noch fiktive Grenzfälle zu sehen:
1.
ohne Eklipikschiefe, wenn die Erdachse senkrecht auf der Erdbahn wäre (Jahresperiode)
2.
auf Kreisbahn, wenn sich die Erde auf einer Kreisbahn bewegte (Halbjahresperiode)
3. ... ach, kommen Sie doch einfach vorbei und lassen es sich von unserem "Uhr-ologen"             erklären